Der Betriebsrat

Im Alltag bleibt neben Forschung, Lehre und Klinik wenig Zeit für Familie, Freunde und uns Selbst. Daher besteht für die meisten KollegInnen an der MUW auch kein Freiraum für politisches Engagement. Dieser Umstand macht es jedoch umso wichtiger, zumindest über die Grundlagen der Gremien, die den Lauf der MUW bestimmen, Bescheid zu wissen, um bei den Wahlen für diese Gremien eine qualifizierte Stimme abgeben zu können.

Wir haben Ihnen daher kurz und bündig die Aufgaben und Pflichten des Betriebsrates (BR) zusammengefasst.

Der BR ist der gesetzliche Vertreter Ihrer Interessen gegenüber der Arbeitgeberin. Es ist möglich, mit jeglichen, den Arbeitsalltag betreffenden, Anliegen den BR zu kontaktieren. Dieser wendet sich anschließend, je nach Zuständigkeit, an die Abteilungs-, Organisations- oder Universitätsleitung, um das Anliegen umzusetzen. Über den BR haben Sie die Möglichkeit den Arbeitsplatz nach Ihren Vorstellungen zu gestalten und zu verbessern.

Eine wichtige Aufgabe des BR ist dabei der Schutz der einzelnen Arbeitnehmerin, die durch Entscheidungen der Arbeitgeberin benachteiligt wurde. Dabei sind die Mitglieder des BR zur Verschwiegenheit verpflichtet. Sie können mit Beschwerde jeglicher Art zum BR kommen, der, auf Wunsch unter Wahrung Ihrer Anonymität, Ihr Recht durchsetzt und das Problem löst.

Dies betrifft auch Fragen der Diskriminierung, Mobbing, Burnout und nicht genehmigter Urlaube und Kündigungen.

Der BR sorgt aber auch dafür, dass die gesetzlichen Schutzbestimmungen zu Arbeitszeitregelungen, Arbeitsplatzbedingungen und Datenschutz eingehalten werden.

Die Arbeitgeberin hat den BR über den künftigen Stellenbedarf und die, im Zusammenhang damit in Aussicht genommenen, personellen Maßnahmen, wie ‚Nicht-Nachbesetzung‘ rechtzeitig zu unterrichten, damit er nötige Gegenmaßnahmen ergreifen kann.  Der BR ist ein wichtiges Gremium im Kampf zur Erhaltung des Arbeitsplatzes.

Der BR setzt sich auch für Themen der Aus- und Weiterbildung ein.

Auch über Maßnahmen der betrieblichen Frauenförderung bzw. der Vereinbarkeit von Betreuungspflichten und Beruf hat die Arbeitgeberin mit dem BR zu beraten. Der BR ist Ihr Ansprechpartner in Fragen zu Teilzeitarbeit, Karenz, Kinderbetreuung und Benachteiligung durch Geschlecht und Familienstand, aber auch Probleme bezüglich Diskriminierung aufgrund von Religion, sexueller Ausrichtung oder Alter werden vom BR gelöst. Des Weiteren setzt sich der BR für die speziellen Interessen von MitarbeiterInnen mit Behinderung ein.